Glück und Unglück

glueckWenn jemand vor einer wichtigen Prüfung steht, etwas Neues wagen will oder einfach nur einen neuen Weg begeht sagen wir oft zur Aufmunterung und auch um jemandem Mut zu machen: "Ich wünsche dir viel Glück" oder einfach nur: "Viel Glück".

Es ist eine Phrase, die wir häufig verwenden und meistens auch ein diffuses Gefühl davon haben, was wir meinen. Aber wissen wir das denn tatsächlich?

Was ist denn Glück – oder Unglück?

Wie bedeutsam das "Glück" ist, zeigt vielleicht auch die Tarot-Karte "Glück"  in Aleister Crowleys Thot-Tarot. Sie ist eine der bedeutsamsten Karten im Deck - und ihr Pendant bei Rider-Waite ist das "Rad des Schicksals". Eine ebenfalls sehr wichtige Karte, die zeigt, wie eng Glück und Schicksal miteinander verflochten sind.

Doch was genau ist das Glück? Was ist das "wahre" Glück, von dem viele (wenn nicht sogar jeder) träumen?

Dieses Thema beschäftigt immer wieder Menschen auf der ganzen Welt. Es gibt zahllose Geschichten zum Thema „Glück“ und wie man es in sein Leben bringt. Und es gibt ebenso viele Warnungen vor Dingen, Menschen oder Begebenheiten, die eben das Gegenteil bewirken und „Unglück“ bringen.

Glück und Unglück nur Aberglaube?

Gerade das „Unglück“ wird immer wieder gerne als Aberglaube abgetan. Schwarze Katze, die Zahl 13, Spinnen am Morgen, zerbrochene Spiegel – was soll uns nicht alles Unglück bringen. Albern finden das viele – und glauben einfach nicht ans Unglück. Und dennoch spielen sie am Samstag Lotto, weil sie auf das Glück hoffen. Aber kann es das eine ohne das andere überhaupt geben?

Glücklich oder unzufrieden – eine Frage der Entscheidung?

Ein Radiokommentator hatte anlässlich eines bunten Programms einen alten Mann zu einem Interview eingeladen. Das Gespräch war vollkommen improvisiert, doch die Antworten des Greises waren so witzig, naiv und unkompliziert, dass jedermann seine Freude dabei hatte. Schließlich fragte der Kommentator den alten Mann, warum er denn so glücklich sei. Darauf erwiderte der Alte:

"Wenn ich am Morgen aufstehe habe ich die Wahl zwischen glücklich Sein und Unzufriedenheit. Und was glauben sie wähle ich? Ich wähle das Glück, das ist alles!"

Dieses Beispiel zeigt uns, dass nur wir unser Glück oder auch unser Unglück beeinflussen können. Wir allein entscheiden darüber, ob wir glücklich sind und gute Laune verbreiten, anderen Menschen freundlich und hilfsbereit gegenübertreten oder ob wir einfach alles negativ sehen, egal ob sich um uns selbst handelt oder um unsere Mitmenschen.

Wir beeinflussen durch unsere Einstellung, unsere Gedanken unser Gemüt!

Das ist vielleicht auch die Essenz so vieler Bücher, die sich mit dem Thema Glück – aber auch mit dem Thema Erfolg auseinander setzen. Denn die Macht der Selbstbeeinflussung ist offensichtlich groß. Wer positiv im Leben steht, der hat oft auch mehr Erfolg, als der ständige Miesepeter.

Freitag der Dreizehnte

Trotz dieser Erkenntnis, zu der wir durch den alten Mann im Radio gekommen sind, läuft nicht immer alles optimal. Es gibt Tage, an denen einfach alles schief läuft. Und solche, an denen man das bereits erwartet: Einer der bekanntesten „Pechtage“ ist Freitag der 13.

An einem Freitag dem 13. kann alles passieren: man verpasst den Bus, kommt zu spät zur Arbeit, bekommt Ärger mit fremden Menschen und so weiter. Doch warum läuft an einem Freitag dem 13. alles schief? Liegt die Ursache in der Magie, die auf diesem Tag lasten soll und uns nur Unglück bringt? Oder ist doch alles nur Zufall oder gar Selbstbeeinflussung?

Tatsächlich glaubten die Menschen früher daran, dass dieser Tag verflucht sei und dass die Zahl 13 eine Unglückszahl sei. So wurde alles, was an einem Freitag dem 13. passierte, auf diesen "Fluch" geschoben.

Heutzutage jedoch glauben viele Leute nicht mehr an diesen "Humbug". Sie denken das Unglück wird nur durch sie geschehen, weil sie es zulassen. Und so ist es auch.

Wenn man schon morgens mit dem Gefühl aufsteht und weiß "Heute geht alles schief", man kann an diesem Tag extra vorsichtig sein, und trotzdem passieren kleine Unglücke, die man nicht hätte voraussehen können.

Man darf den Freitag den 13. nicht als Pechtag abstempeln, man muss ihm gegenüber treten. Wer sich selbst in eine passive Rolle bringt, dem wird vielleicht wirklich Unglück widerfahren. Wer sich hinstellt und sagt: „Na, da kann man heute eh nichts machen…“, der nimmt sich vielleicht wertvolle Chancen, Glück zu finden.

Glücksbringer, Talismane und Amulette

Manch einem hilft es, sich mit keinen „Gimmicks“ an das Glück zu erinnern, das man ja eigentlich haben möchte.

Die wohl bekanntesten davon sind:

  • das Hufeisen: es heißt, wenn man es mit der Öffnung nach oben aufhängt, wird darin das Glück gesammelt, wird es jedoch mit der Öffnung nach unten aufgehängt, fällt das ganze Glück heraus
  • das Kleeblatt: ein vierblättriges Kleeblatt soll besonders viel Glück bringen
  • Marienkäfer
  • Schornsteinfeger: wenn man an einem Pechtag einem Schornsteinfeger über dem Weg läuft, heißt das, man hat Glück
  • Hasenpfote
  • ein Amulett: magisches Schutzmittel, das böse Kräfte abwehren soll
  • ein persönlicher Gegenstand, der einem am Herzen liegt

 

Solche Talismane können helfen, sich immer wieder daran zu erinnern, in positiver Grundstimmung zu bleiben. Und dann klappt es sicher auch mit dem Glück…

 

Nehmen Sie doch an unserer Umfrage teil: Was beeinflusst unser Leben?

 

Bildquelle: Grace Winter / pixelio.de

Web Soft

Weitere interessante Artikel